Zoom: Rodungsinsel im Wald: Wallfahrtskirche Heiligkreuz / LU

Rodungsinsel im Wald:
Wallfahrtskirche
Heiligkreuz / LU

Foto: Mike Dalbert

Zoom: Weide auf ehemals bewaldetem Gebirgshang: 500-jährige Lärchen auf einer Weide oberhalb Isérables / VS

Weide auf ehemals bewaldetem Gebirgshang:
500-jährige Lärchen auf einer Weide oberhalb Isérables / VS

Foto: Moritz Bill

Wald bedeckt heute knapp einen Drittel der Fläche der Schweiz. Ohne den Einfluss des Menschen wäre mit Ausnahme der Hochgebirge, der Gewässer, sehr trockener Flächen, von Lawinenzügen und anderen nicht baumfähigen Lagen das ganze Land bewaldet. Der Schweizer Wald wird seit langer Zeit vom Menschen geprägt. Ortsbezeichnungen wie „Rüti“ und „Schwand“ weisen auf die frühere Landgewinnung durch Abbrennen, Abholzen und Beweidung von Wald hin.

Bis ins frühe Mittelalter hatten die Menschen im Gebiet der Schweiz erst wenig Land kultiviert. Die grossen Rodungen setzten zuerst im Mittelland, dann in den Alpen und noch später im Jura und in weniger günstigen Lagen der Voralpen ein. Die Bevölkerung versorgte sich bis gegen 1800 zum grossen Teil mit dem, was die Weiden, Wiesen, Äcker und Gewässer in der Nähe hergaben. Die Herden taten sich weit herum in den Wäldern gütlich; diese waren entsprechend um die Siedlungen und Alpweiden aufgelichtet.

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