Aus der Forstwirtschaft kam der Nachhaltigkeitsgedanken
Mit der Fällung des alten Baums wird der jungen Pflanze Raum zur Entwicklung freigegeben.
Luthern / LU.
Foto: Mike Dalbert
Lawinenverbauungen und Aufforstungen.
Stanserhorn / NW um 1900.
Foto: Unbekannt, aus dem Archiv von Arnold Odermatt
Reines Quellwasser aus dem Wald.
Le Brassus / VD.
Foto: Moritz Bill
Um den Fliegenpilz ranken sich viele Mythen.
Luthern / LU.
Foto: Mike Dalbert
Kern des Waldschutzes war die „Nachhaltigkeit“, die Regel, dass nicht mehr Holz geschlagen wird, als dauerhaft nachwächst. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ wurde also in einer einfachen Form erstmals in der Forstwirtschaft, früh auch in der Fischerei und ab den 1970-er Jahren vereinzelt in den Entwicklungswissenschaften verwendet.
Neben dem Verbot der Rodung und Übernutzung bestehender Wälder wurden auch in grossem Ausmass wenig ertragreiche Weiden und Gefahrengebiete aufgeforstet. Wildbäche, Flüsse und Lawinenanrissgebiete wurden verbaut.
Zum Schutz der Natur, Umwelt und Landschaft ausserhalb des Waldes wurden erst viel später und weniger strenge Bestimmungen erlassen. So wurde der Wald früh zum Inbegriff der Natürlichkeit. Heute soll er viel von dem ausgleichen, was den übrigen natürlichen Ressourcen durch unsere Zivilisation zu viel zugemutet wird: Schutz vor Naturgefahren, Ruhe für Mensch und Tier, Ausgleich des Klimas, Wasserspender, Erbgut.
Die besondere Bedeutung des Waldes für den Menschen manifestiert sich auch in vielen Mythen, Legenden und Weisheiten der Naturheilkunde.




