Waldzerstörung und Schutz
Hochwasser vom 23. Aug. 2005 Engelbergeraa, Wolfenschiessen/ NW:
Die Überflutung macht die Ausdehnung der ehemaligen Aue sichtbar.
Foto: Armeeflugdienst
Arnold Odermatt, Stans-Oberdorf / NW, 1938: „Förster und Heger“
Foto: Arnold Odermatt
Ab dem 18. Jahrhundert wurden den Flüssen durch Eindämmungen mehr und mehr die Auenwälder abgerungen. Die wachsende Nachfrage der Bevölkerung und die vermehrten Holzexporte führten zur Übernutzung der Wälder. Vor allem im Gebirge wurden die Wälder über ein erträgliches Mass zurückgedrängt und aufgelichtet. Lawinen, Erdrutsche und Überschwemmungen häuften sich.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts sah sich die Politik nach einer Reihe von Naturkatastrophen zu radikalen Massnahmen gezwungen. In der Folge wurde 1876 mit dem ersten Forstpolizeigesetz der Schweizer Wald vor weiterer Zerstörung geschützt. Dieser Schutz wäre aber ohne den Eisenbahnbau und die damit einsetzende Einfuhr von Kohle und Nahrungsmitteln kaum durchsetzbar gewesen.


