ZÜNDENDE NACHHALTIGKEIT
„Wird derhalben die größte Kunst / Wissenschaft / Fleiß und Einrichtung hiesiger Lande darinnen beruhen / wie eine sothane Conservation und Anbau des Holtzes anzustellen / daß es eine continuierliche beständige und nachhaltende Nutzung gebe / weiln es eine unentberliche Sache ist / ohne welche das Land in seinem Esse (im Sinne von Wesen, Dasein, d. Verf.) nicht bleiben mag.“
(Hans Carl von Carlowitz (1713): „Sylvicultura Oeconomica“, S. 105f.).
Das Schlagwort der Nachhaltigkeit hat eine tief verwurzelte Tradition in der Wald- und Holzwirtschaft. Erst in neuerer Zeit ist es über den Waldrand hinausgetreten und hat im Flug die „ganze Welt“ erobert. Heute ist „Nachhaltigkeit“ ein Leitbild für die gesellschaftliche Entwicklung insgesamt.
Wollen wir diesem Leitbild nachkommen und unsere Gesellschaft nachhaltig entwickeln, sind wir aufgefordert, eine ganzheitliche und umfassende Perspektive auf die Dinge einzunehmen. Das verbildlicht das Nachhaltigkeitsdreieck, in dem Ökologie, Gesellschaft und Ökonomie integrativ betrachtet und in ein Gleichgewicht gebracht werden.
Diese Anforderung stellt sich auch im Umgang mit dem Wald. Die Waldbewirtschaftung soll in Einem eine langfristige Holzproduktion sicherstellen, zur Bildung von Arbeitsplätzen führen, Biodiversität schützen, ökologische Leistungen fördern – wie zum Beispiel das Filtern von Wasser oder das Absorbieren von CO₂ –, Erholung und Regeneration für die Bevölkerung ermöglichen etc.
ZÜNDHOLZ geht davon aus, dass die Waldwirtschaft diesen vielfältigen Ansprüchen nur gerecht werden kann, wenn die Einstellung zum Wald stimmt. Der Umgang mit unseren Wäldern kann nur nachhaltig sein, wenn die Menschen eine Beziehung zu Wald und Baum aufbauen und pflegen.
In dieser Beziehung zwischen Wald und Mensch sieht ZÜNDHOLZ das Zündende der porträtierten Waldprojekte. Sie fördern die Nachhaltigkeit, weil sie es schaffen, die Dimensionen der Ökologie, Gesellschaft und Ökonomie so zu verbinden, dass „es zündet“. Dadurch ermöglichen sie eine sensible und andauernde Beziehung zwischen den Menschen und dem Wald, von der beide profitieren.
So macht Nachhaltigkeit Freude, bringt Geborgenheit, verbindet und lässt Neues entstehen – genauso wie der Wald.









